Fanausschuss 18. November 2008
Anwesend:
Herr Rehboldt, Herr Tolk (Präsidium), Herr Schnau (Sicherheitsdienst)
Vertreter von Fanbetreuung, Fanprojekt, Block U und FanRat e.V.
Herr Hofmann und Herr Tiedge lassen sich aus gesundheitlichen und Herr Dr. Koch aus terminlichen Gründen entschuldigen.
Der Vertreter von HTFM verzichtet prinzipiell und will Fanfragen nur allein mit dem FCM klären.
Tagesordnungspunkte:
1. Podest in Block U
2. Freiheit der Meinungsäußerung durch Spruchbänder
3. Blocktrennung im äußeren Umlauf (Block 7 ↔ Block 6)
4. Legalisierung des Einsatzes von Pyrotechnik
5. Fancasino
6. Heinz-Krügel-Stadion
7. Datenschutz
8. Merchandising
1. Podest in Block U
Matze (CES) hat bereits einen Entwurf
gefertigt und stellt diesen zur Diskussion. Der Verein unterstützt das
Projekt voll und ganz. Herr Rehboldt nimmt Kontakt zur Stadt auf um zu
klären ob und unter welchen Voraussetzungen das Podest genehmigt werden
muss. Unter Umständen muss ein Geländer vorgesehen werden und das Podest
am Untergrund verankert werden. Kontakt zu HTFM läuft ebenfalls über
das Präsidium.
Eine Genehmigung sollte spätestens bis zum Heimspiel gegen Babelsberg vorliegen, was auch als realistisch eingeschätzt wird.
2. Freiheit der Meinungsäußerung durch Spruchbänder
Hintergrund
für diese Fananfrage waren Einschränkungen beim Nachwuchs Länderspiel
in Magdeburg. Das Präsidium macht deutlich, dass man mit Spruchbändern
kein Problem hat, so lange sie sich auf dem Boden der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen. Eine klare Absage wird
rassistischen, beleidigenden oder gewaltverherrlichenden Botschaften
erteilt. Dies betreffe auch ACAB Plakate. Die Vorgehensweise der
Verantwortlichen, die die Meinungsfreiheit beim U21- Länderspiel
einschränkten, verurteilt der FCM ausdrücklich.
3. Blocktrennung im äußeren Umlauf (Block 7↔ Block 6)
Nach
Auskunft des Sicherheitsdienstes wird diese nunmehr auch bei
nichtsicherheitsrelevanten Spielen durchgeführt, da sich Besucher
beschwerten, dass die Blocktrennung mal durchgeführt werde und mal
nicht. Auch habe sich der Magdeburger bereits an diese gewöhnt, sodass
sie kein Problem darstelle. Folgende Probleme werden skizziert: a) Fans
mit einer Karte für Block 7 bis 12 erhalten bei Block 6 keinen Einlass
und werden zum Einlass bei Block 7 verwiesen. b) Fans innerhalb der
Blöcke 7-12 wird nicht immer der Durchlass zu den übrigen Blöcken
(beispielsweise um den FanShop zu besuchen). c) Fans innerhalb des
gesperrten Umlaufs können sich in diesem nur mit Fans treffen, die
ebenfalls eine Karte für den gesperrten Bereich haben.
Zu Pkt. a)
und b) verspricht der Sicherheitsdienst, dass diese Unstimmigkeiten
kurzfristig abgestellt werden. Mit Punkt c) müssen wir anscheinend bis
auf Weiteres leben.
4. Legalisierung des Einsatzes von pyrotechnischen Erzeugnissen
Das
Präsidium erteilt jeder illegalen Pyroaktion eine klare Absage und
zeigt sich sehr verärgert über die Vorkommnisse in Leipzig. Sollte es
gelingen eine Erlaubnis für das Abbrennen derartiger Erzeugnisse zu
erhalten, legt man den Fans allerdings keine Steine in den Weg.
Die Vertreter von Block U stehen einer Aktion nach Chemnitzer Muster mehrheitlich ablehnend gegenüber.
5. Fancasino
Vereinsseitig
hatte man erhofft, dass man ein Fancasino im Zuge der baulichen
Erweiterung zur Frauen WM errichten könne. Diese Möglichkeit ist nun
leider vom Tisch, dennoch stehe dieses Thema bei Beratungen mit HTFM
weiterhin mit ganz oben auf der Liste.
Man hat jedoch den Eindruck,
dass HTFM kein sehr großes Interesse am Fancasino hat. Nunmehr hofft
man, dass man beim Ersatz des VIP Zeltes ein Casino integrieren kann.
6. Heinz-Krügel-Stadion
Es werden 3 Varianten diskutiert:
a) Fans kaufen den Stadion Namen
Hier
ist es schwierig einen nachhaltigen Geldfluss zu garantieren. Außerdem
gäbe es immer die Gefahr, dass ein Unternehmen einen deutlich höheren
Geldbetrag böte und das Stadion anschließend umbenannt würde. Die käme
einer Entwürdigung von Heinz Krügel gleich.
b) Bis zur Akquise eines Namensgebers heißt das Stadion vorübergehend HKS
Diese
Variante würde die Suche nach potenziellen Namensgebern erschweren, das
der Name (HKS) bereits verfestigt wäre. Im übrigen würde auch hier bei
einer Umbenennung Heinz Krügel entwürdigt.
c) Benennung des Heinz Krügel Platzes
Eine
sehr wahrscheinliche Variante, die jedoch vom Beschluss des Stadtrates
abhängt. Wenn die Platzbenennung durchgeführt wurde, wird auch der
Verein das Stadion offiziell „Stadion am Heinz Krügel Platz“ nennen. Mit
zukünftigen Namensgebern muss man dann reden, ob diese den Zusatz
erhalten haben möchten (beispielsweise: „DKB Stadion am Heinz Krügel
Platz“).
Über die Möglichkeit der Errichtung eines Heinz Krügel
Denkmals wird debattiert. Herr Rehboldt erläutert, dass dies schon
einmal ein Thema war. Die Kosten für eine Bronzestatue hätten sich vor
gut einem Jahr auf rund 15.000 € belaufen.
7. Datenschutz
Hintergrund
für diese Anfrage war das Spiel zwischen Lok Leipzig und unserer
zweiten Mannschaft. Clubfans, die dieses Spiel sehen wollten mussten bei
Kauf einer Eintrittskarte ihren Personalausweis vorzeigen. Die Frage
war nunmehr, was mit diesen erhobenen Daten geschieht. Brummi erklärt
ergänzend, dass keine Eintrittskarten verkauft wurden, da die erste
Mannschaft zeitgleich spielte.
Herr Rehboldt führt aus, dass es bei
FCM schon dazu kam, dass Gästefans eine Sitzplatzkarte nur gegen Abgabe
der Personalien erhielten. Dies war zuletzt gg. Halle der Fall. Hier
erhob jedoch der HFC die Daten und hätte diese nur im Falle des
tatsächlichen Zerstörens von Sitzen an den Club weitergeleitet.
Ansonsten könne man nur hoffen, dass die datenschutzrechtlichen
Bestimmungen eingehalten werden. Danach dürfen Daten lediglich so lange
gespeichert werden, wie der Zweck, für den sie erhoben wurden, andauert.
Kommt es zu keinen Zwischenfällen, erledigt sich der Zweck in der Regel
bei Beendigung des Fußballspiels.
8. Merchandising
In
der Fanszene hat der Unmut über den Merchandisingpartner, die Fa.
Karlowsky, zugenommen. Mit Beginn der neuen Spielzeit hat der Umfang des
Warensortiments drastisch abgenommen. Verkaufsstellen im Stadion werden
nicht mehr unterhalten, sodass es zum erhöhten Andrang vor der
verbleibenden Verkaufsstelle kommt. Die Frage an das Präsidium war,
inwieweit es auf den Merchandisingpartner Einfluss nehmen kann um diese
Missstände abzubauen.
Der Vertrag mit der Firma Karlowsky läuft noch
bis zum 30.06.2010. Beide Partner sind gewillt, den Vertrag
einzuhalten. Der Verein hat bereits das Gespräch mit der Fa. Karlowsky
gesucht und dieser nahe gebracht, dass die Produktpalette erweitert
werden muss. Man hofft, dass es zügig zu einer Verbesserung kommt, da
Herr Karlowsky die Aufstockung seines Personalbestandes um zwei weitere
Mitarbeiter zugesichert hat.
Herr Rehboldt bedankt sich abschließend im Namen des Vereins bei den anwesenden Vertretern von Block U für den Abschied von Heinz Krügel beim Lübeckspiel. Es war ihm sehr wichtig, diesen Dank auch im Namen der übrigen FCM Gremien, persönlich an die Verantwortlichen zu übermitteln.